Aufsichtsrat

Weiterbildung des mibeg-Instituts Medizin für Mitglieder von Aufsichtsgremien und Verwaltungsräten in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen

Einführung

Das Gesundheits- und Sozialwesen steht vor neuen ökonomischen Herausforderungen. Gebote der Wirtschaftlichkeit sind immer schwerer zu erfüllen, Personal- und Strukturkosten müssen finanziert sein, Strategien müssen ständig aktualisiert werden in einem Markt, der durch große regionale Besonderheiten, kontinuierliche neue Vorgaben durch den Gesetzgeber, durch Unternehmensumwandlungen und Fusionen und nicht zuletzt durch die Renditeerwartungen öffentlicher und privater Kapitalgeber gekennzeichnet ist. Die Dramatik der Entwicklung zeigt sich auch darin, dass bereits einige freigemeinnützige und öffentliche Träger Insolvenz anmelden mussten.

Bei der Aufstellung und Entwicklung von Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich kommt Mitgliedern von Aufsichtsgremien und Verwaltungsräten eine herausragende Rolle zu. Aus einer in historischer Perspektive eher als Ehrenamt gehandelten Tätigkeit erwächst im Zusammenspiel mit Vorständen und Geschäftsführungen eine Führungs- und Steuerungsaufgabe für den Aufsichtsrat, die entscheidend für die Unternehmensstrategie ist.

Damit einhergehend verbinden sich gewandelte und besondere Erwartungen an die Mitglieder von Aufsichtsräten. Dies betrifft sowohl die mehr oder minder ausgesprochene Kompetenzerwartung, wenngleich sie noch nicht rechtlich fixiert ist, als auch Fragen des Haftungsrechts und eines möglichen Schadensersatzanspruchs. Rechtliche, ökonomische und unternehmensstrategische Kenntnisse werden unabdingbar, kommunikative Fähigkeiten werden gebraucht, und ein Szenario von Krisenbewältigungstechniken will beherrscht werden.

Da häufig Mitglieder in Aufsichtsgremien aufgrund ihrer ursprünglichen berufspraktischen Kompetenz berufen werden – ganz klassisch hierfür sind Ärztinnen und Ärzte zu nennen, die in Krankenhausaufsichtsräten Mandate übernehmen – fehlt eine vertiefte Kenntnis der ökonomischen und rechtlichen Aufgabenfelder, denen sich ein Aufsichtsrat zu stellen hat.

Dies führt zu einer Verunsicherung in den Gremien, die dadurch noch verstärkt wird, dass die Arbeitsteilung zwischen den Eigentümern, dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung – die Corporate Governance – häufig nicht klar geregelt ist.

Das mibeg-Institut Medizin hat gemeinsam mit erfahrenen Managern, Juristen und Aufsichtsräten eine Weiterbildung konzipiert, die speziell auf die Belange von Aufsichtsratsmitgliedern im Gesundheits- und Sozialwesen ausgerichtet ist.

Zum Seminar

Die Weiterbildung des mibeg-Instituts Medizin ist praxisnah konzipiert, zeigt die wesentlichen inhaltlichen Komponenten auf, die von einem Mitglied des Aufsichtsrats beherrscht werden sollten, ermutigt über zahlreiche Best-Practice-Beispiele zur professionellen Wahrnehmung des Aufgabenspektrums und analysiert im Peer-to-Peer-Verfahren den eigenen Steuerungs- und Managementansatz, den die Teilnehmer der Weiterbildung favorisieren.

Die Weiterbildung orientiert sich an den aktuellen Entwicklungen im Gesundheits- und Sozialwesen und den daraus resultierenden Qualifikationsanforderungen an Mitglieder in Aufsichtsräten und Verwaltungsräten, ein ganz besonderer Fokus richtet sich dabei auf die Medizin und die Pflege.

Am Seminar können derzeitige und zukünftige Aufsichtsrats- und Verwaltungsratsmitglieder, Vorstände und Geschäftsführer sowie Justitiare und Beteiligungscontroller teilnehmen, die im Gesundheits- und Sozialwesen Verantwortung übernehmen.

In drei Seminarabschnitten vermittelt die Weiterbildung praxisnahes Managementwissen für die operativen, dispositiven und strategischen Entscheidungen, die Aufsichts- und Verwaltungsratsmitglieder zu verantworten haben.

Einzelne Seminareinheiten sind nicht getrennt vom Gesamtseminar absolvierbar.

Wir laden herzlich zur Teilnahme ein.

Dipl. Päd. Barbara Rosenthal
Institutsleiterin

Wissenschaftlicher Beirat

Zur Entwicklung und Realisierung der Weiterbildung Aufsichtsrat wurde ein Projektbeirat gebildet, der nicht nur die Auswahl qualifizierter Referenten verantwortlich begleitet, sondern auch Inhalte und Zeitrahmen des Seminars mitgestaltet, die Qualität der Seminararbeit gewährleistet und bei der Realisierung des Gesamtprojekts berät.

Diesem Projektbeirat gehören an:

  • Michaela Binnen, B.A.,
    Pflegedirektorin, Kliniken der Stadt Köln gGmbH
  • Prof. Dr. jur. Bernd Halbe,
    Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Dr. Halbe Rechtsanwälte, Köln / Berlin; Honorarprofessor für Medizinrecht, Universität zu Köln
  • Dipl.-Kfm. Bernd Koch,
    Geschäftsführer der CURA Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft für soziale Einrichtungen mbH, Paderborn
  • Dr. med. Anja Mitrenga-Theusinger,
    Vorstand Ärztekammer Nordrhein, Vorstand Marburger Bund Landesverband NRW / RLP, Leitende Oberärztin, Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, Klinikum Leverkusen
  • Dipl.-Oec. Hansgünter Oberrecht,
    Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Marienhaus Holding GmbH, Waldbreitbach
  • Dipl.-Kfm. Falko Rapp,
    Krankenhausmanager, Unternehmensberater und Krankenhausgeschäftsführer, Köln
  • Dipl. Päd. Barbara Rosenthal,
    Institutsleiterin, mibeg-Institut Medizin, Köln

Flyer

Hier finden Sie den aktuellen Flyer zur Weiterbildung Aufsichtsrat.

Nächster Start

Die Weiterbildung umfasst drei zweitägige Seminareinheiten im Zeitraum eines halben Jahres (jeweils dienstags und mittwochs).

Die nächste Weiterbildung Aufsichtsrat startet am 11. Februar 2020 in Köln.

Gerne lassen wir Ihnen ein detailliertes Seminarkonzept und die Anmeldeunterlagen zukommen. Bitte senden Sie uns zu diesem Zweck Ihre Kontaktdaten inkl. Postanschrift, gerne auch unter Angabe Ihrer Berufsposition, an medizin_at_mibeg.de.

Kontakt

mibeg-Institut Medizin
Dipl. Päd. Barbara Rosenthal
Sachsenring 37–39
50677 Köln
Tel. 0221-33 60 4 -610
Fax 0221-33 60 4 -666
E-Mail medizin_at_mibeg.de

Anfahrt

Das mibeg-Institut Medizin befindet sich am Sachsenring zentral in der Kölner Südstadt. So finden Sie uns »