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Hochschulen gehen gegen Fake-Fachzeitschriften vor

Einer Umfrage des NDR zufolge gehen deutsche Hochschulen inzwischen verstärkt mit Workshops, Veröffentlichungen, neuen Beratungsangeboten und Checklisten für Nachwuchswissenschaftler:innen gegen unseriöse Publikationen, oft aus Indien oder China, vor, die sich den Anstrich von Fachzeitschriften geben. Eine internationale Recherche unter Federführung von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hatte bereits 2018 auf das Problem hingewiesen. Die Fake-Fachzeitschriften geben nur vor, nach wissenschaftlichen Regeln zu arbeiten. Dabei versprechen sie den getäuschten Wissenschaftler:innen eine schnelle Publikation und behaupten fälschlicherweise, das gängige Verfahren des Peer Reviews einzusetzen – in Wirklichkeit werden die Artikel ungeprüft online veröffentlicht. Die unseriösen Verlage täuschen die Autor:innen der eingereichten Fachartikel, locken aber auch Verschwörungstheoretiker:innen und Lobbyist:innen an. Viele Hochschulen haben nun darauf hingewiesen, dass Wissenschaftler:innen, die in solchen Fake-Verlagen veröffentlichen, keinen Zuschuss von ihrer Hochschule bekommen.



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