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Gesundheitsexpert/innen fordern die großen Social-Media-Konzerne auf, Falschmeldungen konsequenter zu bekämpfen

Mehr als 100 Ärzt/innen und Gesundheitsexpert/innen haben in einem offenen Brief die großen Social-Media-Konzerne aufgefordert, konsequenter gegen Falschmeldungen vorzugehen. Die unterzeichnenden Mediziner, unter ihnen auch der deutsche Virologe Christian Drosten, führen an, dass die so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemachten Fehlinformationen ihre tägliche Arbeit im Kampf gegen das Coronavirus erschweren. Die Unterzeichner/innen fordern, Facebook solle Menschen, denen in dem Netzwerk Fehlinformationen angezeigt wurden, konkrete Richtigstellungen von Faktencheckern zu den gesehenen Behauptungen anzeigen. Weiterhin müssten die Unternehmen durch ein Neuprogrammieren von Algorithmen verhindern, dass Inhalte mit irreführenden Behauptungen auch Leuten empfohlen würden, die diese gar nicht sehen wollen. Insbesondere Facebook hat auf vergleichbare Kritik in den letzten Monaten hin immer wieder beteuert, entsprechende Maßnahmen umsetzen zu wollen. Kritiker monieren aber, dass bisher nur wenig diesbezüglich geschehen ist. Finanziert wurde die Veröffentlichung des offenen Briefs in der New York Times durch die NGO Avaaz, die schon länger die Desinformation im Netz bekämpft.



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