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Geschlechterverhältnis in Führungspositionen: nur 5 von 108 Chefredaktionen in deutschen Regionalzeitungen weiblich besetzt

Eine aktuelle Untersuchung des Vereins ProQuote konstatiert, dass die Chefredaktionen in Deutschlands Regionalzeitungen gegenüber der letzten Untersuchung vor drei Jahren quasi unverändert fast ausschließlich männlich besetzt sind. In den 108 Regionalzeitungen, die noch überwiegend ihre Inhalte selbst produzieren, sind 100 Chefredaktionen männlich besetzt, drei haben ein gemischtgeschlechtliches Führungsteam, und nur in fünf Regionalzeitungen sind Chefredakteurinnen tätig. In den großen überregionalen Zeitungen sieht es nur unwesentlich anders aus. Die Studie ermittelt im Untersuchungszeitraum Frühjahr 2019 für die FAZ und das Handelsblatt Frauenanteile von rund 16 % in Führungspositionen und für die Süddeutsche Zeitung 32 %. Als einzige Zeitung in Deutschland hat die Tageszeitung taz im Jahr 2008 eine Quote für die Gesamtredaktion eingeführt und kommt heute auf einen Frauenanteil in Führungspositionen von über 50 %.



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